Musik, ein kosmisches Phänomen?

Wo immer Menschen sich aufhalten, gibt es Musik. Das ist wahrscheinlich immer so gewesen, und wird wahrscheinlich auch immer so bleiben. Die Ursprünge von Musik verbergen sich allerdings im Dunklen. Was genau ist Musik? Ist Musik ein kosmisches Phänomen, oder eine menschliche Erfindung? Und warum lassen wir uns so stark von Tönen beeinflussen?

Die Antwort auf diese Fragen ist bestimmt nicht leicht zu finden. Sie verbirgt sich wohl irgendwo zwischen den Welten der Mysterien und der Wissenschaft. Weil, Musik ist ganz sicher beides. Auf der einen Seite können wir Musik sehr gut wissenschaftlich erklären. Auf der anderen Seite kommen diese Erklärungen in vielen Bereichen zu kurz. Musik ist und bleibt ein Mysterium.

Der Ton macht die Musik

Anhänger der kosmischen Aspekte meinen oft, dass Musik der Ursprung des Lebens ist. Die Genesis sei ein Produkt von harmonischen kosmischen Schwingungen – Gott hat die Welt durch Musik erschaffen.

guitar

Das mag so sein. Aber Musik, wie definiert als eine rhythmische Sequenz von Tönen erfordert ein Medium: Luft. Was wir hören ist letzten Endes Luft in rhythmischer Bewegung. Ohne Luft – kein Sound, und auch keine Musik, oder?

Das stimmt jedoch nicht ganz. Luft ist nämlich nicht das einzige Medium das Musik möglich macht. Wasser tut’s auch. Vielleicht sogar besser als Luft. Was für Luft und Wasser gilt, gilt im Prinzip auch für alle anderen Formen von Materie. Auch Stein kann Musik übertragen. Wenn du das nicht glaubst, halt bloß mal dein Ohr an die Wand zum Nachbarn, wenn der Musik in seiner Wohnung spielt.

Musik die um die halbe Erde reist

Musik der Ozeane: Die Gesänge der Buckelwale sind ein gutes Beispiel für nicht-menschliche Musik. Die klingt noch dazu gut, auch für unsere Ohren. Sphärische Harmonien in langgezogenen Tönen, so kraftvoll, dass sie um die halbe Erde reisen können. Das ist möglich, weil Wasser Sound noch besser leiten kann als Luft.

Aber wie kann es Musik im Kosmos geben? Ohne Luft und Wasser? Scheidet das nicht die Möglichkeit von kosmischen Musik-Schwingungen aus?

Saxophon und Notenblatt

Wir wissen es ganz einfach nicht – noch nicht

Das Musik eine menschliche Erfindung sein sollte können wir ganz bestimmt ausschließen. Es sei denn, wir definieren Musik so schmal, dass nur Musik von Menschen geschaffen die Definition erfüllt. Tiere machen auch Musik, und Musik kommt auch als natürliches Phänomen vor.

Wir wissen heute, dass der Kosmos alles andere als leerer Raum ist. Es gibt wohl weder Wasser, noch Luft im „leeren Raum“ aber leer ist er bestimmt nicht. Im Gegenteil, der Raum ist so ziemlich vollgefüllt mit „dunkler Materie“. Materie die wir weder sehen noch, mit bisherigen Methoden, messen können. Auf Grund von ziemlich genauen Berechnungen wissen aber, dass sie da sein muss.

Was diese dunkle Materie für Eigenschaften hat, wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass es Materie sein muss. Und alle Materie ist im Stande Sound zu übertragen. Sound ist ja nichts anderes als Materie die in bestimmten Frequenzen schwingt.

Wir hören nur einen Bruchteil der möglichen Musik

Das menschliche Gehör kann Schwingungen von 20 – 20.000 Hz erfassen. Was darüber oder darunter liegt, können wir ganz einfach nicht hören. Das bedeutet natürlich nicht, dass es nicht mehr gibt. Musik, definiert alt rhythmische Tonfolgen, lässt sich bestimmt nicht auf das enge menschliche Frequenzband begrenzen.

Wer weiß, vielleicht sind wir umgeben von kosmischer Musik – und können sie bloß nicht hören?

 

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